Aktuelle Termine und Hinweise


Termine Webinare 

 

2. Juli, 19:45-21:15 Uhr, online-Veranstaltung des Bundes für soziale Verteidigung
Für die Demokratie unterwegs
In instabilen Lagen können Wahlen den Frieden konsolidieren, aber auch den Aufruhr schüren. Ob sie in die eine oder andere Richtung wirken, hängt maßgeblich vom Vertrauen der Bevölkerung in den Wahlprozess ab. Vereinte Nationen, Europäische Union und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) haben Standards für freie und faire Wahlen formuliert und entsenden Internationale WahlbeobachterInnen, um die Integrität des Wahlprozesses zu fördern. Auch die Bundesrepublik als Mitgliedstaat der OSZE beteiligt sich regelmäßig und in erheblichem Umfang an diesen Wahlbeobachtungen. Darüber berichtet Anke Smollich vom Zentrum für internationale Friedenseinsätze. Anmeldung unter: info(at)soziale-verteidigung.de.

9. Juli, 18-19 Uhr, online-Veranstaltung von Oikocredit Westdeutscher Förderkeis
Krisenerprobt: Mikrofinanzierung in Argentinien
Darüber spricht Bildungsreferentin Ana Lucia Montes vom Westdeutschen Förderkreis, Bonn. Ein Großteil der KreditnehmerInnen sind Frauen. Durch den Zugang zu Mikrofinanzen werden sie finanziell unabhängiger und stärken ihre Position in der Familie, was sich wiederum positiv auf die Gesellschaft auswirkt. Anmeldung unter: westdeutsch(at)oikocredit.de.

18. Juli, 10-13 Uhr; 21. Juli, 14-17 Uhr; 25. Juli, 10-13 Uhr; 27. Juli, 18-21 Uhr; 31. Juli, 8-11 Uhr, online-Seminar des Welthauses Bielefeld

Errungenschaften Afrikas
Für viele ist Afrika ein Kontinent der Katastrophen, Krankheiten und Kriege. Errungenschaften afrikanischer Ländern sind nur wenigen bekannt. Entwickelte Metropolen, interregionaler Handel, die Schrift als Kommunikationsmittel, landwirtschaftliche Erfolge bei der Züchtung von Pflanzen und dem Halten von Tieren oder die Verarbeitung von Edelmetallen hat es bereits vor der Kolonialisierung des Kontinents gegeben. Das online-Seminar will auf der Grundlage vielfältigen Materialien und Medien dabei helfen, ein anderes Afrika-Bild zu entwickeln, das zwar die aktuellen Probleme nicht negiert, aber den Horizont weiter spannt als es bislang der Fall ist. Damit sollen Schulen sowie die Jugend- und Erwachsenenbildung angeregt werden, "zu einer Dekonstruktion eines inferioren Afrika-Bildes" beizutragen, das auch heute noch genutzt wird, "um Abhängigkeiten und Ausbeutung zu rechtfertigen", wie es in der Ankündigung heißt. Anmeldung bei Dr. Keith Hamaimbo, eMail: keith.hamaimbo@welthaus.de. Weitere Informationen unter: online-seminar-errungenschaften-afrikas/.
Das gleichnamige Buch vom Oktober 2019, Broschur, 187 Seiten, kann gegen 15 Euro zuzüglich Versandkosten beim Welthaus Bielefeld bestellt werden: shop.welthaus.

18. August, 18-19 Uhr

Beim Geld hört die Fairness auf
Was bedeutet Fairness, Ethik und Moral beim Geld Anlegen und Geld Ausgeben? Welche Kriterien für nachhaltige Entscheidungen zählen für den Einzelnen im Alltag bei Geldanlagen? Im und durch das Gespräch will Oikocredit mit den TeilnehmerInnen eine "Veränderung anstoßen, die wir für die Gesellschaft wünschen". So steht's in der Ankündigung. Anmeldungunter: bayern(at)web.de. Weitere Informationen unter: beim-geld-hort-die-fairness-auf/.

 

 

 

Weitere Veranstaltungskalender 

 

 

Hinweise 

 

Corona-Soforthilfe NRW um 150.000 Euro aufgestockt. Die zusätzlichen Mittel, die die Staatskanzlei NRW für Projekte im Partnerland Ghana seit Ende letzter Woche bereitgestellt hat, können erstaunlich unbürokratisch abgerufen werden. Die Mittel

  • sollen vorrangig für Maßnahmen eingesetzt werden, die einen unmittelbaren Beitrag dazu leisten, die Hygiene-, Wasser-, Nahrungsmittel- und Gesundheitsversorgung in Ghana angesichts der Corona-Pandemie zu verbessern.
  • können von Initiativen, kirchliche Gruppen, entwicklungspolitische Vereine etc. aus Nordrhein-Westfalen mit einem Partner, der auf der ghanaischen Seite den zweckmäßigen Einsatz der Mittel gewährleisten kann, abgerufen werden.
  • sind für einzelne Maßnahmen in Höhe bis zu 15.000 Euro vorgesehen.

Bewerbungsschluss ist Mittwoch, der 22. Juli. Weitere Informationen unter: corona-soforthilfemassnahmen-im-partnerland-ghana.

Aufzeichnung der 20. Jahreskonferenz des Nachhaltigkeitsrates. Wer die 20. Jahreskonferenz (online) "Perspektive Nachhaltigkeit" des Nachhaltigkeitsrates der Bundesregierung, die am 15. Juni mit über 3400 ZuschauerInnen abgehalten wurde, verpasst hat, hat nun die Möglichkeit, sich die Konferenz in der Aufzeichnung anzuschauen. Die Webseite startet mit einzelnen Foren. Darunter ist das Video von der Gesamtkonferenz zu finden. Weitere Informationen unter: online-konferenz-und-online-foren-2020/.

 

Wir-fürs-Klima-Konzept liegt der Bonner Politik vor. Das von Bonn im Wandel, der Klimawache Bonn und vielen Ehrenamtlichen gemeinsam mit der Verwaltung verfasste Konzept "Bonn4Future – Wir fürs Klima" geht in die Ausschüsse und am 3. September zur Entscheidung in den Rat. Es wird vom Beirat für Bürgerbeteiligung empfohlen. Wichtiger Bestandteil dieses Konzeptes ist die stufenweise Einbindung und Mitwirkung von Bonner BürgerInnen. Zur Erinnerung: Im Februar dieses Jahres wurde die erste Prozessskizze als Bürgerantrag vom Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und Lokale Agenda mit großer Mehrheit beschlossen. Die beiden Initiativen wurden daraufhin beauftragt, gemeinsam mit der Verwaltung ein Umsetzungskonzept und den Kostenplan zu erarbeiten. Die Umsetzung des vorliegenden Konzeptes ist vorerst auf zwei Jahre angelegt. Weitere Informationen unter: fragen-und-antworten. Die Beschlussvorlage liegt unter: bonn.sitzung-online.

 

FAIRWANDLER-Preis 2020/21. Gesucht werden Jugendliche von 18 bis 32 Jahren, die sich mindestens für drei Monate im Ausland engagiert haben und sich nach ihrer Rückkehr in einem Projekt weiter für gesellschaftliche Belange und den gesellschaftlichen Wandel einsetzen. Sei es im Bereich Klimaschutz, Gleichstellung der Geschlechter, Generationsgerechtigkeit, faire Handelsstrukturen oder gesellschaftlicher Zusammenhalt und Solidarität. "Dieses junge Engagement wollen wir mit dem FAIRWANDLER-Preis würdigen und bestärken", heißt es in der Ankündigung der Karl-Kübler-Stiftung. Preisgelder in Höhe von ingesamt 12.500 Euro werden ausgelobt sowie die GewinnerInnen – auch Teams – mit anderen Engagierten bundesweit vernetzt sowie praktisch unterstützt. Bewerbungsschluss ist der 15. August. Weitere Informationen unter: https://fairwandler-preis.org/.

 

Memorandum: Zukunftsfähigkeit nach Corona. Selten haben sich die Bundesregierung und die Landesregierungen so entschieden, klar und handlungsfähig gezeigt wie in der Corona-Pandemie. Dies sollte auch für die Zeit nach Covid-19 gelten, um die bestehenden ökologischen und sozialen Krisen zu überwinden und das politische Handeln an den Kriterien und Zielen der Nachhaltigkeit auszurichten. Dafür plädieren 16 Einrichtungen und Organisation in NRW in einem gemeinsamen Memorandum. Es heißt darin: "Die Maßnahmen, die zur Überwindung der Corona-Krise ergriffen werden, bieten nicht nur die Chance zur Abwendung von existenzieller Not. Durch gezielte Konjunkturförderung, Subventionsabbau und soziale Programme können sie auch den Aufbau einer gerechten, ökologisch und sozial ausgerichteten Marktwirtschaft und regionale oder diversifizierte Wirtschaftskreisläufe befördern. Dadurch kann es zu einem neuen Generationsvertrag kommen, der eine Nachhaltige Entwicklung als umfassendes gesellschaftliches Ziel festschreibt." Download des Memorandums.

 

Buchvorstellung: Hier bist Du richtig, wie Du bist. Dr. Prasad Reddy behandelt in seiner Publikation theoretische Grundlagen, Handlungsansätze und Übungen zur Umsetzung der von ihm seit vielen Jahren gelehrten Anti-Bias-Bildung für Schule, Jugendarbeit, Soziale Arbeit und Erwachsenenbildung. "Wenn Lehrkräfte bzw. das Bildungspersonal proaktive Maßnahmen gegen Diskriminierungen der Bildungseinrichtung unternehmen und aktiv zu Gerechtigkeit, Gleichheit und Sozialer Inklusion in der Kommune/Gesellschaft beitragen möchten, finden sie in diesem Leitfaden viele Ideen", so der Autor. Das Vorwort schrieb Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth. Herausgeber ist das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit, gefördert wurde die Publikation vom Regionalen Bildungsbüro der Stadt Dortmund und dem Bundesfamilienministerium. Weitere Informationen unter: veroeffentlichung-zur-anti-bias-bildung/Download als pdf-Datei unter: 2020_Reddy_Anti-Bias.

 

Ausstellung "Ein Ort. Irgendwo". Durch die Corona-Pandemie sind insbesondere Menschen auf der Flucht oder in Lagern, in denen sie zusammengepfercht hausen müssen, großen Gesundheitsgefährdungen ausgesetzt. Hilfe und Unterstützung ist daher dringend nötig – und der erneute Hinweis auf deren katastrophale Situationen. Die Ausstellung ist das Ergebnis eines internationalen Karikaturenwettbewerbs von 2018. Sie bietet einen Einblick in die individuelle Wahrnehmung von Flucht und Migration. 82 Werke (auf Stoffbahnen) internationaler KünstlerInnen zeigen auf kreative Weise Erfahrungen und Perspektiven auf. Die Stoffbahnen haben ein geringes Gewicht und können flexibel mittels Schienen an unterschiedlichen Halterungen so befestigt werden, dass sie in Fensterfronten, Vorräumen und Gängen öffentlich gezeigt werden können. Eine vorläufige Reservierung der Ausstellung ist möglich. Weitere Informationen unter: exile-ev.de.

 

Ankündigung: Kongress "Zukunft für alle". In Zeiten der Klimakrise, Rechtsdruck und Corona-Pandemie will der Kongress Menschen zusammenbringen, "die in unterschiedlicher Weise bereits an einer besseren Zukunft arbeiten: in sozialen Bewegungen und in ihrem persönlichen Alltag, in Medien und Bildung, in Wissenschaft und Politik, Gewerkschaften und NGOs", wie es in der Ankündigung heißt. Es geht um Utopien und gesellschaftliche Veränderungen und das vom 25. bis 30. August. Aber: "Wir wollen keinen Masterplan für die Zukunft entwerfen, sondern vielfältige Vorstellungen darüber zusammentragen, wie alles auch ganz anders sein könnte", – und das geschieht entlang von 14 Themensträngen. Das Programm wird Mitte Juli online gestellt. Kurz darauf ist eine Anmeldung möglich. Weitere Informationen unter: zukunftfueralle.jetzt/.

 

BMZ: Rechte der Kinder in der Welt. Entwicklungsminister Gerd Müller will die Rechte der Kinder in der Welt zu einem Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft machen. Zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit, am 12.6., betonte er: "Jeden Tag werden 250.000 Kinder geboren. Sie alle haben Anspruch auf ein Leben in Würde." Die Wirklichkeit sieht allerdings anders aus: 400 Millionen Kinder sind direkt von extremer Armut betroffen, 150 Millionen werden sklavenähnlich vor allem in Afrika ausgebeutet und "acht Millionen Kinder werden versklavt und rechtlos verkauft", so der Minister. "Eine der brutalsten Formen dieser Ausbeutung ist der sexuelle Missbrauch der Kinder. Besonders dramatisch ist der Anstieg sexueller Online-Ausbeutung von Kindern. Allein auf den Philippinen haben sich die Fälle verdreifacht." Durch Covid-19 können 1 Milliarde Kinder nicht zur Schule gehen und viele von ihnen verlieren so die einzige Mahlzeit am Tag. "Wir dürfen nicht wegsehen. Wir müssen alles tun, um dies zu stoppen", so Müller. Weitere Informationen unter: Rechte-der-Kinder-in-der-Welt.

 

Misereor fordert Abschaffung von Kinderarbeit: Keine Entschuldigung für Unternehmen mehr. Anlässlich des Welttags gegen Kinderarbeit, am 12. Juni, fordert MISEREOR die Wirtschaft dazu auf, ihre Anstrengungen im Kampf gegen diese Form moderner Sklaverei zu intensivieren. Global gesehen verrichten rund 152 Millionen der fünf- bis 17-Jährigen ausbeuterische Kinderarbeit, obwohl diese nach dem Willen der Vereinten Nationen bis 2021 abgeschafft sein sollte. „Hier sind nun insbesondere die Unternehmen gefragt, die wirklichen Kosten ihres Handelsgeschäfts zu bilanzieren und gerechte Preise für gute Produkte zu zahlen. Wir feiern dieses Jahr 50 Jahre Fairer Handel. Fair gehandelte Produkte können zu einer Abschaffung der Kinderarbeit beitragen“, erklärt MISEREOR-Geschäftsführer Thomas Antkowiak. Weitere Informationen und Pressemeldung unter: keine-entschuldigung-fuer-unternehmen-mehr.

 

The Time to act is now: A letter to African leaders about the Covid-19 crisis. Durch die Corona-Krise werden auch in Afrika Schwächen von Politik und Wirtschaft und Abhängigkeiten besonders deutlich. Das hat afrikanische Intellektuelle dazu geführt, einen Offenen Brief an ihre Staatsführungen zu schreiben, der radikale Veränderungen fordert, da das, so ihre Begründung, was gegenwärtig festzustellen und zu sehen ist, sich als Symptome tiefgehender struktureller Probleme erweist, denen sich Afrika zu stellen hat. Weitere Informationen unter: mg.co.za/article/ (Originalquelle). Unter: leaders-covid-19. Und unter: deutschlandfunkkultur.

 

Handreichung: Globales Lernen im virtuellen Raum. Die Handreichung umfasst theoretische Konzeptionen sowie Darstellungen von Möglichkeiten für online-basiertes Globales Lernen. Die vom Eine Welt Netz NRW herausgegebene Broschüre behandelt Themen wie Kriterien für online-Veranstaltungen des Globalen Lernens, Unterrichtseinheiten via Videokonferenz, Interaktives Whiteboard, Übungen und Meditation sowie Elemente zur Förderung des Perspektivenwechsels. Download der Handreichung.

 

Unter der Lupe: Arbeitskleidung und Schuhe mit belastbaren Nachweisen fair beschaffen. Handbuch von FEMNET zur fairen Beschaffung von Dienstkleidung und Sicherheitsschuhen. Gütezeichen sowie alternative Nachweiskontrollen werden im Detail vorgestellt. Diese Broschüre richtet sich an Beschaffungsverantwortliche in Städten und großen Kommunen, die bei der Einführung und Weiterentwicklung einer fairen Beschaffungspraxis mitwirken. Weitere Informationen unter: hintergruende-materialien.