Aktuelle Termine und Hinweise


Termine 

 

2. Dezember, 18:00-19:30 Uhr,  Haus der Bildung, Raum 3.49, Mülheimer Platz1
Frauenrechte in der Demokratischen Republik Kongo

Der Osten der Demokratischen Republik Kongo ist überaus reich an Rohstoffen und besitzt die wichtigsten Vorkommen vieler High-Tech-Rohstoffe wie Gold, Kobalt, Tantal oder Coltan. Korruption, Misswirtschaft, Kinder- und Sklavenarbeit sind dort ebenso an der Tagesordnung wie kriegerische Auseinandersetzungen und Vergewaltigungen. Unter anderem mit dem Ziel, die Dörfer zu destabilisieren, um an die Bodenschätze zu kommen. Filme wie "Goldkinder", Link: zdf-dokumentation/37-grad, oder "Das Kongo-Tribunal", Link: the-congo-tribunal, berichten davon. "Die Vergabe des Friedensnobelpreises an Dr. Denis Mukwege für seinen Einsatz für vergewaltigte Frauen hat die öffentliche Aufmerksamkeit erhöht und damit die Hoffnung, dass sich an dieser seit Jahrzehnten bestehenden menschlichen Katastrophe etwas ändern könnte", heißt es in der Ankündigung. Die Referentin, Brigitte Schmitz, ist an der Université Evangelique en Afrique in Bukavu/Ostkongo tätig. Sie berichtet über ihre persönlichen Erfahrungen mit der Situation von Frauen im Ostkongo.

3. Dezember, 18:15-20 Uhr, Institut für Geowissenschaften, Hörsaal 1, Campus Poppelsdorf, Endenichter Allee 19c, Bonn
Ringvorlesung zum Klimawandel: Aspekte der Erderwärmung
Wissenschaftler der Uni Bonn und GastreferentInnen beleuchten jeden Dienstagabend das Thema aus unterschiedlichen Fachperspektiven. Heute spricht Dr. Isabel Schnabel, Finanzökonomin, über den Preis für CO2 und die ökonomische Perspektive auf die Klimapolitik. Am 10.12. geht es um “Unsicherheiten von Klimaprojektionen im Hinblick auf extreme Ereignisse”. Die Vorträge dauern etwa eine Stunde. Danach ist Zeit für Fragen und Diskussionen. Weitere Informationen unter: uni-bonn.de/neues.

4. Dezember, 14-17 Uhr, Schloss Garath, Garather Schlossallee 19, Düsseldorf
Runder Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen

Direkte Gespräche, fachlicher Austausch und Einbeziehung des Publikums: Das sind die wesentlichen Bestandteile des 50. Treffens dieses Runden Tisches. Unter der Moderation von Julitta Münch tauschen sich Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Komunales, Bau und Gleichstellung, Dr. med. Dan mon O’Dey, Leiter des Zentrums für Rekonstruktive Chirurgie weiblicher Genitale, Luisenhospital Aachen, Dr. med. Zerm, Gynäkologe, F.I.D.E., Ibrahim Guéye, Jappoo Senegalesen in NRW, Jawahir Cumar, Beratungsstelle stop mutilation, und Günter Haverkamp, Aktion Weißes Friedensband, miteinander aus. Im Anschluss werden kommende Termine und Themen festgelegt und Kaffee und Kuchen gereicht. Weitere Informationen unter: runder-tisch-nrw..

 

4. Dezember, 19:30 Uhr, Ludwig-van-Beethoven-Musikschule Bonn, Kurfürstenallee 8, Bad Godesberg

Pulverfass Venezuela. Eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation im lateinamerikanischen Kontext

Vortrag und Diskussion über den aktuellen venezolanischen Machtkampf, über Venezuelas' vormalige Rolle als Finanzier lateinamerikanischer Einheitsbestrebungen und über die bestehende internationale Konfliktsituation aufgrund von zwei Präsidenten – Präsident Maduro und des international zum Teil anerkannten Interimspräsidenten Guaidó –. Der Referent ist Prof. Dr. Nikolaus Werz, Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften, Universität Rostock. Weitere Informationen unter: iberoclub.

 

5. Dezember, 18-21 Uhr, VHS Köln, Cäcilienstraße 35, Köln
Diskussionsrunde zum Thema "Critical White Awareness"

"Heutige bestehende Machtverhältnisse sind ein Ausdruck von kolonialen Kontinuitäten, die besonders in Zeiten von Rechtsruck und steigendem Einfluss von rechtspopulistischen Parteien eine Sensibilisierung der Mehrheitsgesellschaft erfordern", so die Veranstalter. Der Workshop geht insbesondere auf die Aufarbeitung von Kolonialismus und Neokolonialismus, auf Machtkritik und Rassismus, rassistische Stereotype und Vorurteile, rassismuskritischer Sprachgebrauch sowie auf die Verantwortung der Gesellschaft ein. Mit dem Ziel, eine machtkritische Selbstreflexion anzuregen. Die Diskussionsleitung hat Ilka Simon, Antidiskriminierungsbüro Köln, Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V., Sabine Rauch, Psychosoziales Zentrum Düsseldorf, und Marisa Weiner, Pamoja Afrika Köln. Anmeldung unter:
info(at)pamojaafrika.org oder vhs-gesellschaft(at)stadt-koeln.de. Weitere Informationen unter: Critical+WhiteAwareness.

5. Dezember,19:30 Uhr, Forum Internationale Wissenschaft Uni Bonn, Heussallee 18-24, Bonn
Herausforderung Afrika – Was wir tun können. Was uns die Ethik gebietet
Diese Veranstaltung, unter anderem getragen von Don Bosco Mondo, Uni Bonn, Bund Katholischer Unternehmer und Sparkassen-Stiftung, umfasst Einlassungen von Msgr. Dr. Obiora Ike, Geschäftsführer Globalethics, Genf/Enugu (Nigeria), Jacqueline Groth, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Ulrich Busch, IT-Unternehmer und Social Impact Investor, München/Accra (Ghana), Jutta Wermelt, Programmdirektorin Opportunity International Deutschland, Martin J. Wilde , Geschäftsführer Don Bosco Mondo. Mit
anschließender Diskussion in Panel und Plenum. Moderation: Martin Lohmann, Schlusswort: Niclaus Bergmann, Sparkassenstiftung für internationale Kooperation, und anschließend Get Together und Imbiss. Anmeldungsbogen hier.

7.-8. Dezember, Start ab 11 Uhr, Ergo Ipsum, Herzogstraße 89, Düsseldorf
Nachhaltigkeitsmesse: Green World Tour
Mit den Themen Desing & Mode, Innovation & Wissenschaft, Bauen & Sanieren, Geld & Versicherung, Studium & Karriere, Strom & Wärme, Mobilität & Logistik sowie Gewerbe & CSR. Mit 50 Vorträgen und über 1000 Angeboten aus Deutschland und Österreich. Eintritt: 6,- / 4,- Euro. Kinder bis 12 Jahren haben freien Eintritt. Online-Tickets unter: dusseldorf- tickets. Weitere Informationen unter: green-world-tour-duesseldorf.

7. Dezember, 14:30 Uhr, Treffpunkt Kamps-Bäckerei, Ecke Karstadt, Bonner Innenstadt
Aktion gegen Primark und Fast Fashion
StudentInnen der Alanus Hochschule planen eine Aktion gegen Primark und Fast Fashion mit folgendem Vorgehen: Nach dem Treffen bei Kamps gehen Kleingruppen in den Primark und in 20 Minuten macht jeder / jede zwei große Einkaufstaschen voll und stellt sie zusammen mit denen an den Kassen ab. Alle gehen dann friedlich und ohne zu Bezahlen aus dem Laden. Nach dem Motto „Geld vergessen“, „Gefällt mir doch nicht“, „Bei H&M gibt’s was billigeres“. “Wir hoffen, mit dieser Aktion dafür zu sorgen, dass an diesem Tag nichts mehr gekauft werden kann, und so ein Zeichen gegen unnötigen Konsum, gegen Ausbeutung des Globalen Süden und gegen Klimaschädigung zu setzen”, so die OrganisatorInnen. Weitere Informationen, Anmeldung und WhatsApp-Gruppe bei: Kevin Caprano, eMail: kevin.caprano(at)student.alanus.edu.

7. Dezember, 18-22 Uhr, MIGRApolis, Brüdergasse 16-18, Erdgeschoss, Bonn
Nkulu Gze Alewo – Alles hat seine Zeit
Aus dem Begegnungs-Cafés des Deutsch-Afrikanischen Zentrums hat sich TESFA - Hoffnung, eine Gruppe junger Menschen aus Eritrea, gebildet, die ein integratives Medienprojekt durchgeführt haben. Der daraus entstandene Film wird nun erstmalig vorgeführt und anschließend diskutiert. Weitere Informationen unter: facebook.com/events.

9. Dezember, 18-19 Uhr, überall
Web-Seminar: Aktiv zum Lieferkettengesetz
Das Web-Seminar will auf die Ziele der Kampagne für ein Lieferkettengesetz, auf Bausteine und Beteiligungsmöglichkeiten mit Zusatzschwerpunkt zum kirchlichen Engagement vertiefend eingehen. Denn, so das Argument: "Gegen Gewinne ohne Gewissen hilft nur ein gesetzlicher Rahmen." Daran beteiligt sind Gewerkschaften, Kirchen und Organisationen aus den Bereichen Menschenrechte und Entwicklungszusammenarbeit, Umwelt und Fairer Handel als „Initiative Lieferkettengesetz“. Ein Gesetz, das Unternehmen verpflichten soll, Menschenrechte und Umweltstandards in ihren Lieferketten zu achten, ist überfällig. "Nun braucht es politisches Engagement, um eine stärkere öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen und den Druck zu erhöhen - mit Straßenaktionen, durch Filmvorführungen und Diskussionsrunden, mit Besuchen bei PolitikerInnen, in sozialen Medien…", so die InitiatorInnen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die ReferentInnen sind: Johannes Schorling von Inkota und Eva-Maria Reinwald vom Südwind-Institut. Moderation: Getrud Falk von FIAN Deutschland. Anmeldung unter: register/6938892939454288641. Weitere Informationen unter: facebook/eventsDownload des Argumentationsleitfadens unter: argumentationsleitfaden-fuer-aktive.

10. Dezember, 15-16:30 Uhr, Webinar, 
Webinar: Klimanotstand – Bedeutung für kommunale Entscheidungen
Mehr als 70 Klima-Bündnis-Mitglieder haben den Klimanotstand ausgerufen. Weltweit stößt diese Bewegung auf positive Resonanz. Im zweiten Klima-Bündnis-Webinar zum Thema Klimanotstand stellen Städte wie Osnabrück und Konstanz ihre Aktivitäten vor. Weitere Informationen und Anmeldung unter: klimanotstand-bedeutung-fuer-kommunale-entscheidungen.

11. Dezember, ab 10 Uhr, Universitätsclub Bonn, Konviktstraße 9
Fachgespräch Südwind-Institut: Vergeudete Talente
Es geht bei diesem Fachgespräch um MigrantInnen in Deutschland und deren schlechte berufliche Integration und damit um die häufig anzutreffenden Beschäftigungsverhältnisse unterhalb der Qualifikation, über die MigrantInnen verfügen. Diese “De-Qualifikation" führt bei ihnen zu geringeren Einkommen und Vergeudung von Talenten, so die OrganisatorInnen. Die Ergebnisse einer aktuellen Südwind-Studie zu dieser “Talentvergeudung” werden beim Fachgespräch vorgestellt, ergänzt durch Beispiele aus der Praxis. Anmeldung bis 5.12. Weitere
Informationen unter: fachtagung-vergeudete-talente.

12. Dezember, BNE-Agentur NRW, Siemensstraße 5, Recklinghausen
Kooperationspartner im Ausland
Dieser Workshop aus der Reihe „BNEpraktisch“ wird das Thema Auslandskooperationen – Schulaustausch, EMSA-Programm, Chat der Welten – mit seinen Bezügen zu BNE beleuchten. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, dabei “Methoden, Materialien und Medien kennenzulernen, zu erproben und hinsichtlich eines Einsatzes für ihre eigene Arbeit zu reflektieren”, so die Ankündigung. Kosten: 25 Euro. Weitere Informationen und Anmeldung unter: bnepraktisch-kooperationspartner.

13. Dezember, 20-21:30 Uhr, Theater Bonn, Werkstattbühne an der Oper
Oh wie schön ist (Panama) Malta
Simon Solberg, Regisseur des Theater Bonn, wendet sich in seiner dritten Arbeit den Panama-Papers zu, die weltweit für große Aufruhr gesorgt haben. Erzählt wird in Volker Rachos Stück die Geschichte von Laura, einer investigativen Journalistin. Sie ist Teil des Netzwerkes International Consortium of Investigative Journalists und bekommt über einen ehemaligen Kollegen "Material zugespielt, das sie direkt nach Malta führt. Der kleine Inselstaat in strategisch wichtiger Lage zwischen Afrika und Europa ist ein Steuerparadies für Briefkastenfirmen, Yacht- und Flugzeugbesitzer sowie Internet-Glücksspielplattformen aus aller Welt. Vor Ort trifft Laura auf ihre Kollegin Daphne Caruana Galizia, die bereits tief in den Recherchen von dubiosen Verstrickungen der Regierung bis hin zur Geldwäsche der Mafia steckt", heißt es in der Theaterankündigung. Weitere Informationen und Karten unter: programm/oh-wie-schon-ist-panama-malta.

20. Dezember, 18-19:30 Uhr, Europaplatz am Bahnhof Siegburg
Critical Mass Sieg(burg)
Auf entspannte Weise wollen die RadfahrInnen zeigen, dass sie “ein zu respektierender Teil des Verkehrs sind – wie alle anderen Verkehrsteilnehmenden auch”. Es geht durch Siegburg, St. Augustin, Troidorf und Hennef. Nach dem Motto: “wer immer gerade vorne fährt, entscheidet, wie es weitergeht”.

27. Dezember, 18-19:30 Uhr, Hofgartenwiese, Bonn
Critical Mass Bonn
Allmonatlich treffen sich Radlerinnen und Radler am letzten Freitag im Monat, um gemeinsam und quer durch die Bonner Innenstadt auf ihre Belange gegenüber dem motorisierten Individualverkehr aufmerksam zu machen und für neue Formen der Mobilität zu werben.

 

 

Weitere Veranstaltungskalender

 

 

Hinweise 

 

Neue Impulse für ein nachhaltiges Nordrhein-Westfalen. Unter diesem Titel diskutierten am 3. Juli Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft über nachhaltige Zukunftsperspektiven des Landes NRW. Weitere Informationen und Download des nun vorliegenden Berichts unter: dialog/nrw-nachhaltigkeitstagungen.

Hinweis: Die Bundesregierung führt am 19. Februar 2020, von 14 bis 18 Uhr, ihre regionale Dialogkonferenz im Gustav-Stresemann-Institut zur Fortschreibung ihrer Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie durch. Gelegenheit zum Netzwerken besteht beim Mittagessen ab 12 Uhr. An der Konferenz nehmen Bundesminister Dr. Müller, Ministerpräsident Laschet und Ministerin Heinen-Esser teil. Programmentwurf und Anmeldung unter: dialog-nachhaltigkeitsstrategieZugangscode: DNS-BN.

 

ASA-Programm: Bewerbungsphase gestartetBis zum 10. Januar 2020, 12 Uhr, können sich junge Menschen zwischen 21 und 30 Jahren um einen Platz in diesem Programm bewerben. "Neben einer drei- bis sechsmonatigen Projektphase sind mehrere Seminare sowie die Reflexion des eigenen Lernprozesses fester Bestandteil des Lernzyklus", so lautet es in der Programmankündigung. Weitere
Informationen zum Programmangebot, zum Ablauf, zur Online-Bewerbung und zur Teilnahmevoraussetzung unter: teilnehmen.

 

Neuer Monitoringbericht zu Klimawandel in Deutschland. Die Folgen des globalen Erderwärmung werden in Deutschland spürbar und lassen sich immer besser belegen. Das zeigt der neue, zweite Monitoringbericht der Bundesregierung. "Demnach hat sich die mittlere Lufttemperatur in Deutschland von 1881 bis 2018 um 1,5 Grad erhöht. Allein in den letzten fünf Jahren stieg diese um 0,3 Grad an. Dadurch kommt es unter anderem zu mehr Gesundheitsrisiken durch die Hitzebelastung, einem Anstieg der mittleren Oberflächentemperatur der Nordsee sowie zu stärkeren Ertragsschwankungen in der Landwirtschaft", heißt es dazu in der Pressemitteilung vom 26. November. Und die Präsidentin des Umweltbundesamtes betont: "Deutschland steckt mittendrin in der Erderhitzung, mit weitreichenden Folgen für Umwelt, Gesellschaft und Gesundheit. Es muss dringend vorgesorgt werden, um diesen Folgen zu begegnen." Weitere Informationen und Download unter: klimawandel-in-deutschland.

 

Strategische Eckpunkte für eine nachhaltige Kommunalentwicklung. Mitte November haben mehr als 30 deutsche Städte neue strategische Eckpunkte zur Nachhaltigkeit unter dem Titel "In unserer Hand" vereinbart. Zu ihnen zählt auch die Stadt Bonn. Darin geben die OberbürgermeisterInnen neue Impulse für Aktionsmöglichkeiten der Städte und fordern, nachhaltige Entwicklung ins Zentrum politischer Entscheidungen zu stellen. Weitere Informationen unter: oberbuergermeister-beschliessen-eckpunkteDownload unter: 
Nachhaltige_Stadt_Strategische_Eckpunkte.

 

So kann Kooperation für die Agenda 2030 gelingen. Anfang November veröffentlichte das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik diese aktuelle Kolumne und führt darin aus, dass zwischen der Vision einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit und der bestehenden Wirklichkeit eine Lücke klafft. “Zusammenarbeit ist anstrengend!”, heißt es. “Es ist herausfordernd, das Wissen aller beteiligten Akteure gleichermaßen wertzuschätzen. Alte Wissenshierarchien und traditionelle Rollenverteilungen müssen neu definiert werden, denn nur so kann der globale Norden auch vom globalen Süden lernen.” Weitere Informationen und Download unter: die-aktuelle-kolumne.

 

Datenblatt Entwicklungspolitik aktualisiert. Das Datenblatt vom Welthaus Bielefeld fasst neueste statistische Daten über die globale Entwicklung übersichtlich zusammen und hilft so, Veröffentlichungen, Vorträge und Veranstaltungen auf eine fundierte, aktuelle Basis stellen zu können. Weitere Informationen und Download unter: neues-datenblatt-entwicklungspolitik.

 

Erweiterung des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung auf die gymnasiale Oberstufe. Die Kultusministerkonferenz und das BMZ beschlossen Anfang November, den Orientierungsrahmen für den Lernbereich globale Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung auf die gymnasiale Oberstufe auszuweiten. Konkrete Empfehlungen müssen noch erarbeitet werden, wie die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele in allen Fächern und in der Schule als Ganzes verankert werden können. “Wie groß die Nachfrage hierzu seitens der Schulen ist, zeigt sich eindrucksvoll auch in der Nachfrage nach entsprechenden Lehrmaterialien, die die SDGs zum Inhalt haben. Mittlerweile sind mehr als 100.000 Downloads vom Portal www.globaleslernen.de zu verzeichnen. Ebenfalls bietet das Portal Globales Lernen eine Übersicht über die bundes- und landesweiten Umsetzungsprojekte und Programme des Orientierungsrahmens unter www.orientierungsrahmen.de an”, heißt es in der Pressemitteilung des World University Service (WUS). Weitere Informationen unter:
kmk-und-bmz-erweitern-den-orientierungsrahmen.

 

Welthunger-Index 2019. Fortschritte und Rückschritte hat die Deutsche Welthungerhilfe zusammengetragen. “Der Welthunger-Index 2019 zeigt, dass seit 2000 auf globaler Ebene sukzessive Fortschritte in der Reduzierung des Hungers erzielt wurden, in vielen Ländern jedoch weiterhin Hunger herrscht oder gar Rückschritte zu verzeichnen sind”, lautet das Eingangsfazit auf der Internetseite. Die Zentralafrikanische Republik ist als einziges Land von gravierendem Hunger betrof- fen. Der Tschad, Madagaskar, Jemen und Sambia leiden unter sehr ernstem Hunger, und 43 der 117 erfassten Länder stehen nicht viel besser dar. “Neun Länder in den Kategorien mäßig, ernst, sehr ernst, oder gravierend haben heute höhere Werte als 2010, einschließlich Zentralafrikanische Republik, Madagaskar, Venezuela und Jemen”, so die AutorInnen. Sehr bedenklich klingt auch die Erkenntnis der Welthungerhilfe, dass die hart erkämpften Fortschritte der vergangenen Jahren nicht nur gefährdet sind, sondern sogar Rückschlägen unterliegen. Mehr noch: In mehreren Ländern hat sich die aktuelle Hungersituation gegenüber 2010 verschärft, und etwa 45 Länder laufen Gefahr, “auch nach 2030 noch ein hohes Hungerniveau aufzuweisen”. Weitere Informationen und Download unter: welthunger-index.

 

Neues Informationsblatt zu Mobiltelefone und Elektronik. Der Herausgeber, das Südwind-Institut, sieht bei diesem Thema die Einhaltung der Menschenrechte herausgefordert, denn: “Die Internationale Arbeitsorganisation stuft die Arbeit im Bergbau als eine der gefährlichsten Tätigkeiten überhaupt ein: Staubbelastungen, Verletzungen durch Stürze, Steinschläge oder Grubeneinstürze gehören zu den Risiken für Leben und Gesundheit. Gesundheitlichen Gefahren sind Menschen auch im Kleinbergbau ausgesetzt. Hier sind zudem Kinder- und Zwangsarbeit ein großes Problem.” Rund 60 Rohstoffe, darunter etwa 30 Metalle, sind in einem Smartphone verbaut. Ihre Gewinnung ist oft mit massiven Umweltschäden verbunden. Weitere Informationen und Downloadunter: Suedwind/Publikationen.
Link zur NRW-Handyaktion.

Errungenschaften Afrikas. Autor dieses Buches ist Dr. Keith Hamaimbo, Regionalpromotor in Bielefeld. Sein Grund, das Buch geschrieben zu haben: Die Bilder der Vergangenheit und der Gegenwart, die uns vermittelt werden, spielen eine große Rolle bei unserer Wahrnehmung der Welt und der Formung unserer Identität. Sein Anliegen: “Dieses Buch soll unser Bild und unsere Vorstellungen von Schwarzen Menschen infrage stellen. Die Errungenschaften Schwarzer Persönlichkeiten und Gruppen, etwa in der Medizin, Seefahrt, Architektur, Religion oder Politik, sollen die Lücken in unserem Wissen über die Beiträge afrikanischer Menschen füllen. Es sind Informationen, die in Vergessenheit geraten sind oder nie bekannt wurden aufgrund einer eurozentrischen Erzählung.” Sein Motto: “Bis die Löwen ihre eigenen Historiker haben, wird die Geschichte der Jagd immer den Jäger verherrlichen.” Broschur, 187 Seiten. Bestellung gegen 15 Euro zuzüglich Versandkosten beim Welthaus Bielefeld unter: shop.welthaus.

Afrika Süd, 4/2019. Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe lautet “Paradise Watch. Von Steuern, Oasen und Inseln”. Hierbei geht es um illegale Kapitaltransfers, regionale und europäische Offshore-Zentren, um Kapitalflucht und Wirtschaftskriminalität. Außerdem befasst sich das das Heft mit dem Tod von Robert Mugabe, mit dem Wiederaufbau nach der Flut in Mosambik und mit der afrikanischen Freihandelszone ACFTA. Zudem berichtet die Ausgabe über Frauenrechte als Motor für Veränderungen, über Fridays for Futer in Südafrika und über den Sieg sambesicher Bauern über den britischen Bergbau-Giganten Vedanta. Weitere Informationen unter: afrika-sued/aktuelles-heft/.

Das Klima-Buch. “Alles, was man wissen muss, in 50 Grafiken”, so betitelt der Ökomverlag sein neues Buch vollständig. Mit der Unterstützung zahlreicher WissenschaftlerInnen hat die Autorin Esther Gonstalla komplexen Zusammenhänge und wissenschaftlichen Daten zur globalen Erwärmung zu leicht verständlichen Infografiken verarbeitet und hilft so, nicht nur die Auswirkungen von Dürre und Überschwemmungen beispielsweise zu verstehen, sondern auch Grundlagen für das eigene Handeln zu bekommen. Preis: 24 Euro, Pdf = 18,99 Euro. Bestellung unter: das-klimabuch.

BNE inklusiv als Aufgabe der ganzen Schule. Das neue Handbuch des Vereins Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit (bezev) ist das Ergebnis einer dreijährigen Zusammenarbeit mit zwei Grundschulen und gibt praktische Anregungen für die Bereiche Organisations-, Unterrichts- und Personalentwicklung. Das Buch kann gegen 10 Euro zuzüglich Versandkosten bestellt werden unter:
bne-inklusiv.

 

Uni Bonn hat auf Ökostrom umgestellt. Ab dem 1. November bezieht die Uni ihren Strom von den Stadtwerken Flensburg und Bonn. Deren Energiequellen sind norwegische Wasserkraft, Sonnenenergie und Windkraft. Dazu Kanzler Holger Gottschalk: “Damit sinkt der auf der Stromversorgung basierende Kohlendioxid-Ausstoß der Universität Bonn auf null. Das ist angesichts des erheblichen Strombedarfs von rund 55 Gigawattstunden pro Jahr ein ganz wesentlicher Schritt zur Verbesserung des CO2-Fußabdrucks unserer Universität.“ – Dieser Stromverbrauch entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von rund 14.000 vier-Personen-Haushalte. Weitere Informationen
unter: uni-bonn/neues.

 

Soziale und ökologische Herausforderungen der globalen Textilwirtschaft. Lösungsbeiträge der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, so der vollständige Titel einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Entwicklungsforschung. Diese identifiziert die wichtigsten sozialen und ökologischen Herausforderungen in der Textil-Lieferkette und beschreibt vier Handlungsfelder für die internationale Zusammenarbeit: Konsum nachhaltig gestalten, unternehmerische Sorgfaltspflicht einfordern, lokale Wertschöpfungen in der Produktion steigern und entsprechende Institutionen vor Ort stärken. Weitere Informationen und Download unter: soziale-und-oekologische-herausforderungen.

 

Fast Fashion: Eine Bilanz in 3 Teilen. Fast-Fashion-Marken reagieren ganz kurzfristig auf neue Trends, bringen fast wöchentlich neue Kollektionen auf den Markt und das zu absoluten Niedrigpreisen. Mit der Folge, dass ein enormer Preis- und Zeitdruck in der Lieferkette aufgebaut wird und ArbeiterInnen die Mode unter menschenunwürdigen Bedingungen zu Niedrigstlöhnen fertigen müssen. Die Christliche Initiative Romero hat dazu nun ein Dossier mit einer ausführlichen Bilanz über die ökologischen und sozialen Folgen der Fast-Fashion-Industrie vorgelegt und beleuchtet insbesondere die Verantwortung der Marken. Teil 1 befasst sich mit den Arbeitsbedingungen in zehn Textilfabriken in Sri Lanka. Teil 2 beleuchtet die Einkaufspraktiken der Fast-Fashion-Marken und stellt dar, was sie ändern müssen, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Teil 3 befasst sich mit den Folgen in Zahlen und bietet viele Infografiken. Außerdem sind in dem Dossier eine Reihe von Handlungsmöglichkeiten und Forderungen an die Fast-Fashion-Unternehmen dargestellt. Weitere Informationen und Download unter: dossier-fast-fashion.