Culture Slam - der interkulturelle Poetry Slam


Die Projektidee

Culture Slam - der interkulturelle Poetry Slam des Netzwerks politik|atelier.

 

Seit 2014 veranstaltet das Netzwerk politik|atelier e.V. in regelmäßigen Abständen inter- und transkulturelle Poetry Slams außer Konkurrenz. Das Besondere an dem Projekt: Die vorgestellten Texte erarbeiten die Projektteilnehmenden unmittelbar vor ihrem Auftritt gemeinsam während einer mehrtägigen Schreibwerkstatt. Professionelle Unterstützung erfahren die zumeist ohne jegliche Vorerfahrung Mitwirkenden dabei von einem professionellen Team von Schreib-, Sprach- und Performancetrainern. Die intensive Zusammenarbeit kulminiert anschließend in einer öffentlichen Aufführung.

 

Im Unterschied zu konventionellen Poetry Slam-Formaten ist der Wettbewerbsgedanke beim „Culture Slam“ ausgeklammert. Stattdessen geht es um die dialogische Auseinandersetzung mit Themen wie kulturelle Identität, Integration und Pluralität. Im Sinne gesamtgesellschaftlicher Teilhabe will das Projekt Räume schaffen, in welchen auch marginalisierte Menschen ihre Stimme nutzen, um soziokulturelle und politische Diskurse aktiv mitzugestalten.

 

In der Verbindung von partizipativen Gestaltungsmöglichkeiten und kreativer Ausdrucksform veranschaulicht die Projektreihe „Culture Slam“ exemplarisch das inhaltliche und methodische Selbstverständnis des Vereins – politik|atelier. Konzeptionell zeichnet sich das Format durch große Flexibilität hinsichtlich Zielgruppen und Themensetzung aus. Hinsichtlich Alter, Geschlecht und Herkunft der Teilnehmenden wirkt der Verein auf eine möglichst heterogene Zusammensetzung der Gruppen hin.

 

In der Vergangenheit haben Culture Slams mit der Beteiligung von Migranten, Menschen mit Fluchterfahrung und Jugendlichen stattgefunden. Zuletzt verfolgten 178 begeisterte Zuschauer unter dem Titel „Von weit gekommen…“ Anfang Oktober den fünften Culture Slam auf der Bühne des Bonner Pantheon Theaters.

 

Kooperationspartner

  • Engagement Global gGmbH
  • Deutsche Welle
  • Deutsche Telekom AG
  • Pantheon Theater Bonn GmbH
  • Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen

Veranstaltungen und Auftritte (Auszug)

  • Deutsche Welle (2014)
  • Anno Tubac (2015)
  • Pantheon Theater Bonn (2017, 2018)
  • Eine Welt Netz NRW Landeskonferenz (2018)
  • Verleihung des Ehrenamtspreises des Flüchtlingsrates NRW (2018)
  • Aktion „Rettet das Recht auf Asyl“ von weltoffen Bonn (2018)
  • Bundeskunsthalle Bonn (2019)

Culture Slam 2019 in der Bundeskunsthalle Bonn

Der Culture Slam geht 2019 unter dem Titel "Zwischen zwei Welten schwebend..." im September in die nächste Runde.

 

Das Netzwerk politik|atelier e.V. veranstaltet zusammen mit der Bundeskunsthalle Bonn eine interkulturelle Schreibwerkstatt mit anschließender öffentlicher Aufführung für Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung. Das Ergebnis der Schreibwerkstatt wird in Form eines interkulturelle Poetry Slams am Samstag, den 7. September um 17:30 Uhr in der Bundeskunsthalle Bonn zu sehen sein.

 

Im Rahmen der Ausstellung Goethe. Verwandlung der Welt (17. Mai bis 15. September 2019 in der Bundeskunsthalle) beschäftigen sich die Projektteilnehmenden in dem dreitägigen Workshop in Anlehnung an Goethes West-östlichen Divan mit Themen wie kulturelle Identität, Integration und Pluralität. Sie werden dabei von einem Team von Schreib-, Sprech- und Performancetrainern professionell unterstützt und zum persönlichen, künstlerisch-kreativen Ausdruck ermutigt und befähigt.

 

Datum des Poetry Slam Workshops: 5., 6., und 7. September, jeweils 15:00 bis 19:00 Uhr

 

Es sind noch Plätze für eine Teilnahme an dem Workshop zu vergeben.

Interessierte informieren sich bitte über das unten stehende pdf-Dokument.

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Culture_Slam_September_2019.pdf
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Hintergrund

 

„[…] Neigung zwischen zwey Welten schwebend, alles Reale geläutert, sich symbolisch auflösend.“ Mit diesen Worten beschreibt Johann Wolfgang von Goethe in einem Brief an Carl Friedrich Zelter 1820 die neuerliche Aufnahme der Arbeiten am West-östlichen Divan. Das Ergebnis einer intensiven Rezeption orientalischer Literatur und Dichtung, ist die Strahlkraft von Goethes poetischem Spätwerk bis heute ungebrochen. Mit spielerischer Leichtigkeit vollzieht sich im Divan eine dialogische Überwindung geographischer, kultureller und künstlerischer Grenzen.

 

Fragen zu Grenzüberwindung und kultureller Identität sind auch in Zeiten von Globalisierung und weltweiten Migrationsbewegungen weiterhin von besonderer Bedeutung. Doch die entsprechenden gesellschaftlichen Diskurse finden selten auf Augenhöhe statt, weiterhin mangelt es insbesondere für marginalisierte Menschen an Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung und Teilhabe.

 

Im Rahmen der Ausstellung „Goethe. Verwandlung der Welt“ hat die Bundeskunsthalle in Kooperation mit dem gemeinnützigen Bonner Verein Netzwerk politik|atelier e.V. deshalb mit dem „Culture Slam“ ein Workshop-Angebot entwickelt, welches Menschen unabhängig ihrer Vorerfahrungen zum persönlichen, künstlerisch-kreativen Ausdruck ermutigt und befähigt.

 

Unterstützt von einem Team von professionellen Schreib-, Sprech- und Performancetrainern erarbeiten die Teilnehmenden in einer mehrtägigen Schreibwerkstatt gemeinsam Textbeiträge. Die Ergebnisse präsentieren sie anschließend anlässlich einer öffentlichen Aufführung unmittelbar im Anschluss auf der Bühne.

 

Das Angebot richtet sich an Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung ab 14 Jahren und einem Sprachniveau von mindestens A2. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Anmeldungen und Rückfragen richten Sie bitte an: christin.behne@politikatelier.de

 

Wer sich selbst und andere kennt,

Wird auch hier erkennen:

Orient und Okzident

Sind nicht mehr zu trennen.

 


Der Culture Slam geht in die fünfte Runde:

Das Netzwerk politik|atelier e.V. führt im Jahr 2018 bereits zum fünften Mal seinen interkulturellen Poetry Slam durch: Mit freundlicher Unterstützung des Bonner Pantheon Theaters findet der Culture Slam in diesem Jahr unter dem Motto "Von weit gekommen..." statt. Am 04. September 2018 ab 20:00 Uhr wird ein Ensemble von Künstler*innen aus der Region vier junge Geflüchtete aus Syrien, Nigeria und Afghanistan porträtieren. Dabei sind die Farben, mit denen sie die Lebenswege der Jugendlichen auf der Bühne des renommierten Pantheon Theaters nachzeichnen, so vielfältig wie deren Geschichten. Die performative Palette der Vorstellung reicht von Malerei über Poetry Slam und musikalischen Beiträgen bis hin zur Videographie. Stück für Stück entsteht so eine schillernde Collage: authentisch, transformativ, mitreißend!

 

Die zentralen Beiträge entwickeln die jungen Geflüchteten gemeinsam mit den beteiligten Künstler*innen unmittelbar vor der Aufführung während eines dreitägigen Kreativ-Workshops. Die mitwirkenden Geflüchteten haben im Vorfeld über einen längeren Zeitraum ein Vertrauensverhältnis zu dem Projektteam aufgebaut; ihr Wohlbefinden steht für uns an erster Stelle.
Das Konzept ist unter der sorgfältigen Begleitung von professioneller, psychosozialer Betreuung entwickelt worden, um eine Retraumatisierung der Jugendlichen zu vermeiden.   

Regie: Geneviève Richarz

 

Poetry Slam: Sarah Kersting & Julius Esser

 

Videografie: Julia Kuntze

 

Musik: Maxim, Calvin & Malte, Klaas Sitter

 

Mehr Informationen zu dem Projektteam gibt es hier!

 

Kontakt: cultureslam@politikatelier.de

 

Tickets hier erhältlich.

Download
Weitere Informationen zur Veranstaltung:
Flyer_Pantheon.pdf
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Salman aus Pakistan beim Culture Slam: „Angekommen?! Zukunfts(t)räume und Realitäten“.

Steve aus Kamerun beim Culture Slam: „Angekommen?! Zukunfts(t)räume und Realitäten“.


Impressionen zum Projekt