Culture Slam


Culture Slam - das ist der interkulturelle Poetry Slam des Netzwerks politik|atelier.

Die Idee zu diesem Projekt entstand 2014: Wieso nicht das junge, dynamische Format des Poetry Slams verbinden mit unserem Wunsch, interkulturellen Austausch zu stärken? Inzwischen ist die Projektreihe "Culture Slam" zu einem Paradebeispiel für Projekte des Vereins geworden: Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit Themen wie Identität und Kultur auf eine künstlerische Art und Weise, eben "politik atelier".

 

Unter dem Motto "Euro-Mediterrane Lyrik(t)räume" haben 2014 erstmals acht junge Menschen - teils mit eigener Migrationsgeschichte, teils Deutsche mit Lebenserfahrung im Ausland - in einer zweitägigen Schreibwerkstatt das Handwerk des Schreibens und des Slams erlernt. Teil des Trainings waren Übungen zum kreativen Schreiben, Stimm- und Sprechübungen sowie Bühnenpräsenztraining. Durch das vorgegebene Thema stand auch die Auseinandersetzung mit Themen wie Identität, Heimat und Kultur im Fokus. Im Anschluss an die Schreibwerkstatt trugen die jungen Kreativen ihre persönlichen Texte in Form eines Poetry Slams dem öffentlichen Publikum vor.

 

Nach dem Erfolg des ersten Culture Slams stand schnell fest: Dieses Format möchten wir fortführen und ausbauen. Dank einer Förderung durch die Engagement Global gGmbH konnte im Mai 2015 der zweite Culture Slam durchgeführt werden. In der Schreibwerkstatt entstanden diesmal Texte zum Thema "Angekommen?! Zukunfts(t)räume und Realitäten". Die Resonanz war überwältigend, in dem Saal des ANNO in der Bonner Altstadt konnten kaum alle Zuschauer Platz finden.

 

Im November 2016 ging der Culture Slam in die dritte Runde. Das Motto war diesmal "Deutschland und ich: Mythen und Realitäten". Damit wollten wir gezielt Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte ansprechen. Teilnehmer aus Syrien, Eritrea, Niger und der Elfenbeinküste trugen Texte über ihre Flucht oder ihr neues Leben in Deutschland vor. In der anschließenden Diskussion wurde das große Interesse des Publikums an den Erfahrungen der Geflüchteten deutlich. 

 

Der aktuellste Culture Slam im Oktober 2017 widmete sich der Rede- und Meinungsfreiheit. In einer Zeit, in der die Pressefreiheit weltweit zunehmend bedroht ist, verfassten Autoren, Journalisten und Blogger eigene Texte zum Thema #freedomofspeech. Ziel war es, den Austausch von Erfahrungen aus unterschiedlichen Ländern mit den Herausforderungen und Perspektiven vor Ort zu verbinden. Im Gegensatz zum klassischen Poetry Slam, liegt dem Culture Slam kein Wettbewerbsgedanke zugrunde. Bei der Aufführung im Pantheon Bonn standen deshalb wie gewohnt Inhalt und Dialog im Fokus der Aufführung.

 

Gefördert wurde dieses Projekt bereits zum dritten Mal durch die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen.

Salman aus Pakistan beim Culture Slam: „Angekommen?! Zukunfts(t)räume und Realitäten“.

Steve aus Kamerun beim Culture Slam: „Angekommen?! Zukunfts(t)räume und Realitäten“.


Impressionen zum Projekt