Operation Kolibri: Das Projekt


Als in der politischen Bildungsarbeit beheimateter Akteur ist das Netzwerk politik|atelier e.V. überzeugt, dass die Verantwortung für globale Veränderungsprozesse beim Individuum anfängt und auch vermeintlich kleine Beiträge zu mehr Nachhaltigkeit in der Summe große Wirkung entfalten. Dieses Bewusstsein möchten wir mit dem Projekt „Operation Kolibri“ vermitteln und schärfen, um mehr Menschen dafür zu begeistern, sich nach ihren Möglichkeiten für eine nachhaltigere Zukunft einzusetzen, ganz so wie der tapfere Kolibri in Wangari Maathais Erzählung. Gemäß dem eigenen Selbstverständnis erreicht der Verein dies durch die pragmatische und gewinnbringende Verbindung von politischer Partizipation im Sinne gesamtgesellschaftlicher und individueller Teilhabe und künstlerisch-kreativer Methodik.

Ablauf

Im Zentrum des Projekts steht der angeleitete, entwicklungs-politische Selbstversuch. Auf Grundlage der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) verpflichten sich die Teilnehmenden für einen Zeitraum von sechs Monaten, eigeninitiativ eine Form des lokalen, entwicklungspolitischen Engagements auszuüben. Zweiwöchentlich stattfindende Projekttreffen dienen dem persönlichen Erfahrungs-austausch, der Impulsfindung durch Kurzvorträge von Expert*innen sowie der Planung gemeinsamer Aktivitäten. Die persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden werden auf verschiedenen Kanälen  dokumentiert, darunter ein Blog sowie der im Rahmen des Projekts produzierte Filmbeitrag. Angedacht sind zudem weitere Veranstaltungsformate wie Diskussionsrunden und Treffen mit politischen Entscheidungsträger*innen und Verbänden.

 

Anschließend werden die Ergebnisse unter professioneller theaterpädagogischer Begleitung zu einem Theaterstück zusammen-geführt und am 03. Mai 2020 im Pantheon Theater Bonn öffentlich aufgeführt. Die Teilnehmenden sind in den Entstehungsprozess des Drehbuchs fortlaufend eingebunden und gemäß der methodischen Ansätzen des Dokumentartheaters auf und hinter der Bühne aktiv an der Produktion beteiligt.

 

Ziele in Kürze

  • Information und Aufklärung über die Agenda 2030, insbesondere bezüglich lokaler Handlungsmöglichkeiten und globaler Zusammenhänge („awareness raising“)
  • Impulsgebung & Motivation für persönliches Engagement auf lokaler Ebene im Sinne der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs)
  • Förderung eines politischen Gestaltungswillens in vielfältigen Ausprägungsformen
  • Authentische und exemplarische Vorstellung unterschiedlicher Formen des entwicklungspolitischen Engagements durch eine öffentlichkeitswirksame Theateraufführung und einen Dokumentarfilm

Interesse geweckt? Dann erfahre hier mehr zu einer Teilnahme an der Operation Kolibri oder kontaktiere uns direkt unter kolibri@politikatelier.de.

 

Perpektive

Die durch das Projekt authentisch vermittelten Erfahrungen als Ausdruck eines zeitgemäßen Verständnisses entwicklungspolitischen Engagements bergen das Potential, weitreichende Veränderungen anzustoßen. Das Projekt schreibt sich bewusst in eine aufkeimende Bewegung ein, die nicht länger an konventionelle Strukturen gebunden und dezentral organisiert ist und langfristig einen Diskurswandel zum Ziel hat. Die Teilnehmenden statuieren als „lebender Beweis“ ein pragmatisches Exempel dieses neuen Bewusstseins und treten gemeinsam mit dem Projektteam in der Öffentlichkeit als Fürsprecher*innen einer selbstbestimmten und selbstverständlichen Form des Engagements für Nachhaltigkeit in ökologischen, ökonomischen und sozialen Kontexten auf.

Die vielfältige und öffentlichkeitswirksame Inszenierung des Projekts soll als Modell vergleichbare Vorhaben und Communities bestärken.

 

Das Netzwerk politik|atelier versteht das Vorhaben als Beitrag zur Schaffung eines gesamtgesellschaftlichen Konsenses, welcher in der Konsequenz langfristig auch den Druck auf politische Entscheidungsträger*innen erhöht, entwicklungspolitische Themen energisch anzugehen. Mittelbar ist das Projekt somit Teil der Umsetzung der Agenda 2030 seitens der Zivilgesellschaft.

 

Der Verein plant, den „Kolibri“-Gedanken auch über den offiziellen Projektzeitraum fortzuführen, in der Hoffnung, in Bonn als Plattform und Schnittstelle einer derart geschaffenen Community zu agieren.